Große Dateien vom Handy versenden

Installiert wird nichts: Es gibt keine Transferify-App, weder auf Android noch auf dem iPhone. Du öffnest die Website im Browser des Handys und sendest von dort, mit denselben Optionen wie am Computer. Der Teil, der am Handy wirklich zählt, ist nicht, wie du anfängst, sondern was passiert, wenn du den Browser verlässt, während die Datei hochlädt, und dort ist die Antwort nicht die bequeme, also sagen wir sie direkt.

Schritt für Schritt, vom Handy

  1. Öffne Transferify im Browser des Handys.
  2. Tippe auf Füge deine Dateien hinzu. Die Dateiauswahl des Handys öffnet sich, mit Galerie, Kamera und Dateien-App, du kannst mehrere Fotos oder Clips auf einmal wählen.
  3. Bestätige deine E-Mail-Adresse mit einem Einmalcode. Du wählst kein Passwort.
  4. Wähle Instant-Transfer oder gehosteten Link, dann schicke den Link über jede Messaging-App.

Am Handy ist der Knopf der einzige Weg: Die Geste, etwas aus einer Dateien-App in den Browser zu ziehen, gibt es nicht, deshalb wird dir der Hinweis „oder zieh sie irgendwohin" gar nicht mehr angezeigt; er erscheint nur auf Geräten, die wirklich ziehen können. Die Dateien gehen in Originalgröße raus, anders als ein Clip, der als Medium über WhatsApp geschickt und dabei rekomprimiert wird.

Was passiert, wenn du den Browser verlässt

Das ist die Frage, die Transfers ruiniert, also verdient sie ihre eigene Tabelle:

Der MomentGehosteter Transfer (Link)Instant-Transfer (Peer-to-Peer)
Während des UploadsDu riskierst alles zu verlieren. Es gibt keine Fortsetzung: Wird der Tab geschlossen, geht es von null losEr wird stark langsamer oder stoppt
Nachdem der Upload fertig istDer Link bleibt gültig, du kannst den Tab schließenDer Tab muss offen bleiben, bis der Empfänger fertig ist

Der Unterschied zwischen den beiden Spalten wird am häufigsten missverstanden. „Der Link funktioniert auch, nachdem du den Tab schließt" stimmt für den bereits hochgeladenen Transfer, nicht für einen laufenden. Solange sich der Fortschrittsbalken bewegt, sendet dein Handy Bytes, und wenn das System den Tab schließt, um Speicher freizugeben, ist der Fortschritt nirgends gespeichert: Du beginnst beim ersten Byte. Niemand fragt dich vorher, und du bekommst keine Warnung.

Beim Instant-Transfer, Peer-to-Peer, passieren die Dateien unsere Server gar nicht, sondern laufen direkt zwischen den beiden Browsern; deshalb hat er keine Größengrenze, und genau deshalb muss der Tab von Anfang bis Ende offen bleiben, auf beiden Seiten.

Wie du einen am Handy gestarteten Transfer nicht verlierst

  • Halte den Tab offen und im Vordergrund, solange hochgeladen wird, mit eingeschaltetem Bildschirm. Wechsle nicht in eine andere App und sperre das Handy nicht.
  • Bevorzuge stabiles WLAN für große Dateien. Über Mobilfunk kann ein Netzabriss den Transfer stoppen, und bei Sendungen an E-Mail-Empfänger wird das abgebrochene Stück nicht automatisch erneut versucht.
  • Wenn du dich mit Google anmeldest, tu es, bevor du die Dateien hinzufügst. Am Handy lädt die Anmeldung mit einem Anbieter die Seite neu, und schon gewählte Dateien gehen verloren. Die Bestätigung per E-Mail-Code passiert in der Seite und hat dieses Problem nicht.
  • Stirbt der Transfer auf halbem Weg, starte ihn von vorn; es gibt keine teilweise Fortsetzung, ein Weiter-Knopf ist also nicht zu suchen.
  • Sehr große Dateien starte am Computer, wenn einer greifbar ist. Ein Handy, das zehn Minuten mit leuchtendem Bildschirm daliegt, ist eine reale Anforderung, keine theoretische Vorsichtsmaßnahme.

Was am Handy nicht geht

  • Du kannst keinen Ordner als Ordner hinzufügen. Ein Ordner kommt nur dazu, wenn du ihn am Computer auf die Seite ziehst. Archiviere den Ordner am Handy zuerst; die Details stehen im Ratgeber über das Versenden eines ganzen Ordners.
  • Du kannst den Transfer nicht im Hintergrund laufen lassen. Es gibt keinen Hintergrund-Upload und keine automatische Fortsetzung; der Tab, der hochlädt, ist der Tab, der vorn bleiben muss.

Beim Empfangen ist es einfacher: Der Empfänger öffnet den Link in jedem Handy-Browser und lädt herunter, ohne Konto und ohne etwas zu installieren. Für Dateien von mehreren GB bleibt ein Computer trotzdem auch beim Herunterladen die sicherere Wahl.

Wenn du das Material eigentlich vom Handy auf deinen eigenen Computer bewegen willst, oder umgekehrt, gelten dieselben Regeln in einem anderen Kontext, erklärt im Ratgeber über den Transfer zwischen zwei Computern.

Wie viel passt

Auf dem kostenlosen Plan kommt ein gehosteter Transfer mit 50 Downloads pro Monat und einem Link, der ein bis zwei Tage gültig ist, genug für einen Stapel Fotos oder einen mit dem Handy gefilmten Clip. Die Größen jedes Plans stehen auf der Preisseite. Der Instant-Transfer hat keine Größengrenze, verlangt aber beide Tabs offen, was am Handy genau die am schwersten zu haltende Bedingung ist.

Wenn du Kundenmaterial direkt von unterwegs schickst, Fotos oder Filmaufnahmen, lohnt zu wissen: Der Passwortschutz und die Download-Benachrichtigungen starten beim Basic-Plan, und die Zero-Knowledge-Verschlüsselung ist auf Premium verfügbar. Was beides bedeutet, erklärt der Ratgeber zum sicheren Transfer.

Häufige Fragen

Muss ich eine App installieren?

Nein. Es gibt keine Transferify-App zum Installieren, weder für Android noch fürs iPhone. Du öffnest die Website im Browser des Handys und sendest von dort, genau wie am Computer.

Kann ich Fotos und Clips direkt aus der Galerie senden?

Ja. Der Knopf „Füge deine Dateien hinzu" öffnet die Dateiauswahl des Handys, mit Galerie, Kamera und Dateien-App. Du kannst mehrere auf einmal auswählen, und die Dateien gehen in Originalgröße raus, sie werden nicht rekomprimiert, wie es passiert, wenn du einen Clip als Medium über WhatsApp schickst.

Was passiert, wenn ich während des Uploads den Browser verlasse?

Bleib auf der Seite, solange hochgeladen wird. Schließt das Handy den Tab, um Speicher freizugeben, setzt der Upload nicht dort fort, wo er war, du beginnst von vorn, weil der Fortschritt nirgends gespeichert wird. Erst nachdem der Upload fertig ist, kannst du den Tab beruhigt schließen, und der gehostete Link bleibt gültig.

Funktioniert der gehostete Link nicht auch, nachdem ich den Tab schließe?

Doch, aber erst, nachdem der Upload abgeschlossen ist. Das Versprechen „der Link bleibt aktiv, nachdem du den Tab schließt" gilt für den bereits hochgeladenen Transfer, nicht für einen laufenden. Beim direkten Peer-to-Peer-Transfer muss der Tab die ganze Zeit offen bleiben, weil die Dateien direkt zwischen den Browsern laufen.

Kann ich vom Handy einen ganzen Ordner senden?

Nein. Ein Ordner kommt nur dazu, wenn du ihn am Computer auf die Seite ziehst, und am Handy gibt es diese Geste nicht. Brauchst du die Ordnerstruktur, archiviere den Ordner am Handy und sende das Archiv wie eine gewöhnliche Datei.